My Culture & Me 2.0.

Ein Pilotprojekt von „Das andere Schulzimmer“ in Mannheim.
Sprache finden, Selbstvertrauen stärken, Zukunft gestalten – wie „My Culture & Me“ Jugendlichen neue Wege eröffnet

Hier wird anders gelernt!

Wie gelingt Integration dort, wo klassische Bildung an ihre Grenzen stößt?
Ein Besuch im „anderen SchulZimmer“ in Mannheim zeigt, wie gezielte Förderung Selbstvertrauen, Sprache und Perspektiven stärkt.

Bildung als Schlüssel zu Selbstvertrauen

Bildung ist weit mehr als das Vermitteln von Wissen – sie ist der Schlüssel zu Selbstvertrauen, gesellschaftlicher Teilhabe und Zukunftsperspektiven. Genau hier setzt das Pilotprojekt „des anderen SchulZimmers“– „My Culture & Me“ – an, das von der Claus und Hilary Herzog Stiftung unterstützt wird. Es richtet sich an Jugendliche, die aufgrund psychosozialer Belastungen, sprachlicher Unsicherheiten oder mangelnden Selbstwertgefühls im klassischen Schulsystem oft nicht ausreichend erreicht werden.

Zu Besuch bei "My Culture & me" im "anderen SchulZimmer"

Am 4. März 2026 besuchen wir das „andere SchulZimmer“ in Mannheim – eingeladen von der Schulleiterin Ute Schnebel und ihrer Stellvertreterin Nikolina Frigan, gewinnen wir gemeinsam mit Melanie Magin und Kathrin Holstein von unserer Stiftergemeinschaft, der Sparkasse Rhein-Neckar Nord, einen unmittelbaren Einblick in die besondere Lernumgebung.
Ein sonniger Tag, um uns herum ein buntes Bild – schon beim Betreten des Hauses spürt man: Hier wird anders gelernt. In mehreren offenen Räumen sitzen kleine Gruppen zusammen, arbeiten eng mit Lehrkräften und Tutoren – ruhig, konzentriert, aber gleichzeitig sehr persönlich. Man merkt sofort, wie stark hier auf den Einzelnen eingegangen wird. Um den Unterricht nicht zu stören, ziehen wir uns für unsere Gespräche in die Küche zurück …“

Sprachängste abbauen – soziale Hemmungen überwinden

Das Projekt „My Culture & Me“ verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und setzt dort an, wo klassische Bildungsangebote häufig an ihre Grenzen stoßen: bei Jugendlichen, die durch psychosoziale Belastung, sprachliche Unsicherheit oder durch ein geringes Selbstwertgefühl in ihrer schulischen Entwicklung gehemmt sind.

Neben der gezielten individuellen Sprachförderung geht es deswegen vor allem darum, Sprachängste abzubauen, soziale Hemmungen zu überwinden und die eigene Identität zu stärken. Viele der teilnehmenden Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund – umso wichtiger ist es, kulturelle Vielfalt als Ressource zu begreifen und pädagogisch sensibel damit umzugehen.

Der eineinhalbjährige Kurs schließt mit einer öffentlichen Prüfung ab, die den Jugendlichen neue Wege eröffnet – sei es in eine Berufsausbildung oder in eine weiterführende Schule. Die große Mehrheit entscheidet sich für Letzteres. Mit einer Erfolgsquote von rund 90 Prozent und einer stetig wachsenden Warteliste hat sich das „andere Schulzimmer“ in kurzer Zeit einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

My culture and me Wandbemalung des Klassenzimmers
my-cultur-and-me2

Öffentliche Mittel allein reichen nicht aus

Solche Projekte sind auf Unterstützung angewiesen. Öffentliche Mittel allein reichen nicht aus – ohne das Engagement von Stiftungen, Unternehmen und weiteren Förderern wären viele dieser Angebote nicht möglich.

Unser Eindruck nach diesem Besuch ist eindeutig: „My Culture & Me“ ist ein Projekt, das wirkt. Es eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven – und verdient es, weiter begleitet und gefördert zu werden.

Claus Herzog, März 2026

 

Website des Projektes

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